Der Teppich im Klosterhof

10.08.2014 § Jan Paul Herzer

Akustische Interventionen in einem portugiesischem Museum

Gemeinsam mit dem Architekten Max Kullmann habe ich 2010 hands on sound, ein Berliner Büro für akustische Szenografie gegründet. Im Rahmen unterschiedlicher Projekte entwickeln und realisieren wir Klangkonzepte, hörbare Exponate und interaktive Musikkompositionen. Während wir den größten Teil unserer Zeit mit Auftragsarbeiten für Museumsmacher und Markenarchitekten verbringen, sind wir auch immer wieder für freie Arbeiten und Klangkunst unterwegs – zuletzt in Viseu, Portugal mit unserer freien Installation »echo meditation«.
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Konzentration, Menschenliebe und Wertschöpfungskette

19.01.2014 § Linda Kowsky

Arnold

Mein Freund Arnold ist Dozent für Raumstrategie- und Projektmanagement und arbeitet gerade an einer Arbeitsgrundlage für Studenten zu diesem Thema. Man könnte auch sagen: er schreibt ein Buch. Meine Freundin Geza, eine PR-Fachfrau, fragte ihn letztens beim Tee nach dem Stand. Naja, sagte Arnold, das Material ist soweit fertig und müsse nur noch in eine geordnete Fassung gebracht werden. Und dann? Naja, sagte er, dann werde er es sich noch einmal durchlesen, zufrieden rülpsen und Freude daran haben, wenn Studenten damit arbeiteten. Was, meinte Geza, er wolle es nicht an einen Verlag senden? Nö, sagte Arnold, die Energie, die er in das Warten auf eine Antwort investieren müsse, könne er schön in neue Projekte stecken. Und ausserdem könne man heutzutage sowieso nichts mehr an derlei Sachbüchern verdienen. Und: er hätte nichts Neues zu sagen. Denn es ginge doch EIGENTLICH bei jedem kreativen Projekt letztendlich darum:

Konzentration + Menschenliebe + logische Planung = Energie - Ärger = entspanntes Arbeiten + Spaß = erfolg- und abwechslungsreiches Designerleben - Existenzstress = harmonisches Single- und später vielleicht sogar Familienleben

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Kinder im Palast

18.01.2014 § Registrar Trek

Sollten Kinder im Museum zu sehen sein, aber nicht zu hören?

Vor ein paar Wochen bin ich mit meinen vierjährigen Zwillingen in das Metropolitan Museum of Art in New York gegangen, um die schöne Neapolitanische Weihnachtskrippe anzusehen. Wie das immer so ist, wurden wir natürlich von Mumien und Tempeln und Skulpturen abgelenkt, als wir angekommen waren und hatten kaum Zeit für die Krippe. Während wir durch die Halle mit europäischen Skulpturen schlenderten, wurden wir von Antonio Canovas Perseus mit dem Kopf von Medusa verzaubert.

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Sammlung und Ausstellung – eine symbiotische Beziehung

11.09.2013 § Registrar Trek

Vom Objekt zur Ausstellung

Eine Ausstellung kommt auf unterschiedlichem Wege zustande. Normalerweise steht am Anfang die Idee und die Texte und Exponate kommen hinzu, um die Idee zu unterstützen. Manchmal verkörpert ein Objekt oder eine Gruppe von Objekten die Ausstellungsidee und der Rest der Ausstellung entsteht um das Objekt herum. Manchmal, zum Beispiel weil die Ausstellung bombensicher oder transportabel sein muss, besteht die Ausstellung nur aus Texten und Bildern und Bilder von Objekten unterstreichen die Ausstellungsidee. Egal ob die Objekte Teil der eigenen Sammlung sind oder von anderen Institutionen oder Einzelpersonen ausgeliehen werden müssen, die Sammlungsabteilung wird schon ganz früh in den Ausstellungsprozess einbezogen.

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Reisemuseum: Partner für den Ausbau gesucht

02.05.2013 § Klaus Hänel

Begegnung: Reisekultur im Tourismus

Gesucht werden Mitdenkende, helfende Menschen, Fachleute und Institutionen, die beim weiteren Aufbau meines Reisemuseums helfen. Vor sechs Jahren wurde mit der Arbeit und einem Minijahresbudget von rund 3.000 Euro begonnen, heute ist in den ehemals leeren Räumen im Berliner Umland ein Schaudepot installiert.

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Der Registrar: Eine merkwürdige, bedrohte Tierrasse, die selten zu beobachten ist

18.03.2013 § Registrar Trek

Von Einsiedlern und Spaßbremsen

Neulich las ich eine Email von Alana Cole-Faber, Registrarin bei den Hawaiian Mission Houses in Honolulu, Hawaii, USA. Der Zusammenhang spielt hier keine Rolle, aber ihre Worte waren:

…wir, die wir im wörtlichen Sinne isoliert sind. Wie auf Inseln. Umgeben von Ozeanen. Wo Registrare eine merkwürdige, bedrohte Tierrasse sind, die selten zu beobachten ist.

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Das spezielle Funkeln im Arbeitsleben eines Raum-Designers

25.02.2013 § Linda Kowsky

Jan

Mein Freund Jan ist freischaffender Architekt und Ausstellungs-Designer. Letztens arbeiteten wir gemeinsam mit Hanna, einer Innenarchitektin, an einem Projekt bis tief in die Nacht. Mit fortschreitender Müdigkeit wird die Vertrautheit größer und ich hörte Jan zu Hanna sagen, es wäre nun an der Zeit, dass sie ihm beichten solle, welches Designprojekt ihr größter Griff ins Klo gewesen sei. Er wäre der richtige Mann, bei ihm wäre ihre Sünde in den besten Händen, er würde ihren kreativen Sockenschuß auch später nie auch nur andeutungsweise erwähnen, im Beisein anderer schon gar nicht. Hanna antwortete, dass das wohl ihr Entwurf für das Einheitsdenkmal gewesen sein müsse. Sie sei aber auch nicht mit dem nötigen Ernst bei der Sache gewesen. Letzten Endes hätte sie den Entwurf auch nicht eingereicht, nachdem alle Freunde und Kollegen, denen sie das Photoshopscribble gezeigt hatte, sich eher zurückhaltend geäußert hätten.

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Die Ente bleibt… drin!

24.02.2013 § Jens Lill

Von einer Ente, die in eine Ausstellung geschmuggelt wurde…

Ich muss gestehen, mir ist sie nicht aufgefallen, als ich vor einigen Wochen die Ausstellung in Stuttgart besucht habe: die große Landesausstellung »Die Welt der Kelten« im Landesmuseum Württemberg. Wahrscheinlich hatte sich ein zu großer Pulk an Besuchern um die Ausstellungsvitrine gebildet, anders kann ich es mir nicht erklären. Und nun muss ich aus den Online-Medien erfahren, dass mir ein Blick auf den heimlichen Star der Keltenausstellung entgangen ist: die Ente!

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Designmanagement für Unternehmen Erde

03.01.2013 § Linda Kowsky

Als Gott mich bat, einen relaunch für seinen Planeten zu planen

Ich muß vorausschicken: ich liebe meinen Beruf. Es ist mein absoluter Traumberuf. Wenn ich an meinem Arbeitsplatz sitze und das zu organisierende Projekt kontrolliert im gegebenen Zeitrahmen läuft, mit einer Kommunikation, die funktioniert wie geölt, und leise einer visuellen Perfektion entgegen surrt, dann erlebe ich jene Glücksgefühle, für die mein Gewissen (dem erstaunlicherweise ein Schalk im Nacken zu sitzen scheint) letztens eine Bremse eingebaut hat. Als selbstständige Designmanagerin sah ich mich folgendem Tagtraum ausgesetzt: Der liebe Gott gibt mir den Auftrag, ein universelles Corporate Design-Konzept für die Erde zu erschaffen. Ich hätte einen unbegrenzten Etat, absolute Verfügungsgewalt und darf mit den besten Kreativen und Dienstleistern der Welt zusammenarbeiten.

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Kooperationen zwischen Museen und Unternehmen

06.11.2012 § Mechtild Julius

Mit Kreativität und neuen Ideen Win-Win-Konzepte entwickeln

Viele Museen wünschen sich eine bessere finanzielle Ausstattung und sind auf der Suche nach innovativen Finanzierungsquellen, um ihren gesellschaftlichen Auftrag erfüllen, neue Besuchergruppen erschließen und auch in Zukunft für Besucher ein attraktiver und vielseitig bereichernder Ort sein zu können. Gleichzeitig suchen Unternehmen nach neuen Wegen, um die Attraktivität ihres Standortes zu erhöhen, gesellschaftliches Engagement zu zeigen und Mitarbeitern wie Kunden über das kommerzielle Ergebnis hinaus einen ideellen Mehrwert zu bieten.

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