10.05.2011 § Claudia WagnerAusstellungsrezensionen, Multimedia
Interaktives aus Holz auf der BUGA
Da Interaktivität in Ausstellungen immer öfter mit digitalen multimedialen Inszenierungen gleichgesetzt wird, hier ein schönes Beispiel für interaktive Exponate aus Holz. Passend zum Thema »Wald im Wandel« ist in dem Aussichts- und Ausstellungsgebäude der Landesforsten Rheinland-Pfalz auf der BUGA in Koblenz alles aus Holz und funktioniert mechanisch. Kein Touchscreen, kein Touch-Tisch, kein Monitor, kein Multimedia, aber weder langweilig für die Jugend, noch unmodern!
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12.10.2010 § Claudia WagnerAusstellungsrezensionen
Schon gehört, aber noch nie so gesehen
Wie macht man eine Ausstellung, ein eher objektives Medium, über etwas so unobjektives wie Gerüchte? Wie kann man in einem Raum einfangen, was nur sporadisch durch die Gegend schwirrt? Dem Museum für Kommunikation ist es gelungen, Fakten und Gerüchte mit knalligen Farben in phantasievollen Installationen sichtbar zu machen. Interaktive Elemente, wie der Gerüchtegenerator oder der Rumor-Fighter, machen den Besucher spielerisch fit im Kampf gegen Gerüchte. Während der kleine, sprechende Mann in der Gerüchtezentrale fleißig neue Gerüchte in die Welt setzt …
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17.09.2010 § Claudia WagnerAusstellungsrezensionen
Ästhetik der Wissenschaft
Diese Woche feiert das Museum für Naturkunde in Berlin die Eröffnung des neu errichteten Ostflügels, der letzten Kriegsruine Berlins. Die verschiedenen Alkoholsammlungen des Hauses werden hier nun vereint und verglast in neuem Glanz präsentiert. Wem bei dem Gedanken an eingelegte Kröten ein Schauer über den Rücken läuft, der wird umso beeindruckter sein von der ganz besonderen Ästhetik von Raum und Objekten. Frosch ist eben nicht gleich Frosch und ein Glas nicht nur ein Glas…
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26.07.2010 § Claudia WagnerAusstellungsrezensionen
Die jüdische Farbe des Comics?
Ein sehr interessantes Thema in eine starre Hülle gepresst ohne Mut zum Freak-Sein, ohne Superlativen und ohne Antworten. Was Wording und Gestaltung der PR versprechen, kann die Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin leider nicht halten. Mit dem einseitigen Fokus auf die amerikanische Comic-Geschichte bleibt dem Besucher nicht nur viel Jüdisches verborgen…
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01.07.2010 § Claudia WagnerAusstellungsrezensionen, Multimedia
Originalität, Humor und viele Fragen statt Propaganda
Die Pharmaindustrie ist ein Thema dem fast jeder mit Skepsis gegenübersteht. Arzneimittelskandale und Co werden in dieser Ausstellung, die in Kooperation mit der Schering-Stiftung entstand, nicht wie erwartet unter den Teppich gekehrt, sondern offensiv aufgegriffen. Statt vorgefertigte Antworten zu servieren will diese Ausstellung Fragen stellen. An den dafür entwickelten Dialog-Stationen kann sich der Besucher aktiv mit Tierversuchen, Arzneimittelstudien, Tablettensucht und den Nebenwirkungen von Medikamenten auseinandersetzen.
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08.06.2010 § Claudia WagnerAusstellungsrezensionen
Claude Shannon: origineller »Daniel Düsentrieb«
und Forscher in der elektronischen Kriegsführung
Die Ausstellung zeigt einige brillante Erfindungen Claude Shannons, Begründer der Informationstheorie: Nützliches wie den Roulette Computer, der die Laufbahn der Kugel berechnet; Unnützes wie die »ultimative Maschine«, die sich nach dem Einschalten sofort wieder selbst ausschaltet und Kniffliges wie den »Rubik’s Cube Manipulator«, der den Zauberwürfel automatisch löst. Es wimmelt nur so von bunten Jonglierkeulen und Kinderspielzeug, aber diese unterhaltsamen Spielereien zeigen nur eine Seite des genialen amerikanischen Mathematikers…
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25.05.2010 § Claudia WagnerAusstellungsrezensionen, Multimedia
Wer mit offenen Karten spielt kann auch gewinnen
Das Museum Neukölln und Eckedesign präsentieren die neue Dauerausstellung mit einem innovativen Ausstellungskonzept und zeitgemäßer Medieneinbindung. Die Entstehung der Ausstellung konnte jeder auf dem Blog der Museumswebsite verfolgen: von der Konzeption über die Objektauswahl und Restauration bis hin zum Aufbau. Der Museumsleiter und mehrere Museumsmitarbeiter bloggten und lieferten interessante Einblicke in ihre Arbeit und Arbeitsweise. Mit dieser Offenheit fernab vom offiziellen Ton traditioneller Presseerklärungen hat das Museum nicht nur aufmerksame Leser, die ihnen über Kommentare Feedback geben, sondern auch viele neue Besucher gewonnen.
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08.05.2010 § Claudia WagnerAusstellungsrezensionen
In Hülle und Fülle
Das gilt nicht nur für Speis und Trank auf Staatsbanketten und Familienfesten, sondern auch für diese Ausstellung. Die Kuratoren setzen auf inhaltliche Vollständigkeit und mir hat es an nichts gefehlt: Suppenkaspar und Signa Loquendi, Fernseher und Freeganer, Kantine und Krieg, ja sogar der Hunger ist ein Thema. Verhüllt mit szenografischem Ideenreichtum, birgt diese Fülle neben Alltäglichem viel interessantes Neues und macht Spaß!
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04.05.2010 § Claudia WagnerAusstellungsrezensionen
Ob ich jetzt wütend bin?
Nein. Dazu waren die ausgewählten künstlerischen Beiträge irgendwie zu unpersönlich und zu unkonkret. Die Halle war eher mit politischem Weltschmerz gefüllt, als mit Dingen in denen man sich und die eigene Wut wieder findet. Der hohe Grad an Abstraktion und die eher fremden Themen machen die Ausstellung aber gerade interessant, denn der Blick durch ein Fenster hat bekanntlich mehr neues zu bieten, als der Blick in einen Spiegel.
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25.04.2010 § Claudia WagnerAusstellungsrezensionen
Entdeckt, erschlossen, zersiedelt, renaturiert, entdeckt…
So klar wie diese Ausstellung ist, so klar ist auch ihre Botschaft: Die Landschaft muss das Gesetz werden. Durch die schlichte und grafisch hochwertige Präsentation der Informationen und die Einbeziehung künstlerischer Medien wie Literatur und Film, vermittelt die Ausstellung ein umfassendes Bild – nicht nur vom Warum, sondern auch vom Wie. Zudem gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm: u.a. ein Filmfestival, eine Landschaftsoper, eine poetische Lesung und zahlreiche Fachveranstaltungen. Die Tür zur »Wiederkehr der Landschaft« wird hier mehr als nur einen Spalt weit geöffnet.
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